Hospizarbeit

Hospizarbeit

Hier haben wir in aller Kürze wesentliche Informationen zur Hospizarbeit für Sie zusammengestellt.

Erläuterungen – was ist eigentlich …

Die moderne Hospizbewegung entstand Ende der 1960er Jahre in England mit dem Hauptziel, sterbenden Menschen und ihren An- und Zugehörigen ein würdevolles Leben bis zuletzt zu ermöglichen (hospitium = lat. Herberge). Die Begründerin dieser Bewegung war Cicely Saunders, die über ihre Arbeit sagte:

„Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

In Deutschland engagieren sich aktuell mehr als 140.000 Menschen ehren- und hauptamtlich in über 2.500 Hospiz- und Palliativdiensten und -einrichtungen. (Stand 2025).

Ambulante Hospizdienste haben das Ziel, schwerstkranke und sterbende Menschen in gewohnter Umgebung zu begleiten. Familie, Freunde und weitere Bezugspersonen des betroffenen Menschen werden unterstützt und entlastet.

Die ehrenamtlich Mitarbeitenden der Hospizdienste leisten konkrete Hilfe, von der Einkaufshilfe bis zum intensiven Gespräch. Hospizdienste leisten auch Beratung zu wichtigen Fragen am Lebensende und bieten oft Begleitungsangebote für trauernde An- und Zugehörige an.

Damit ein ambulanter Hospizdienst seine Arbeit aufnehmen kann, bedarf es keiner ärztlichen Verordnung. Sie können sich direkt mit einem Dienst Ihrer Wahl in Verbindung setzen. Zu einem ersten unverbindlichen Gespräch kommt die Koordinatorin oder der Koordinator des Dienstes persönlich zu Ihnen nach Hause.

Stationäre Hospize sind kleine, eigenständige Einrichtungen mit wenigen Betten (in der Regel 8 bis maximal 16). Hier werden schwerstkranke und sterbende Menschen von speziell ausgebildeten Fachpersonen pflegerisch, psychosozial und seelsorgerisch betreut.

Je nach Absprache kommen die Hausärztin oder der Hausarzt und/oder besonders qualifizierte Palliativärztinnen und -ärzte zur medizinischen Behandlung ins Hospiz.

Auch die Familienmitglieder erhalten die notwendige Begleitung und Unterstützung. Die Aufnahme in ein stationäres Hospiz ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Versorgung zu Hause nicht oder nicht mehr möglich ist.

Kinderhospize sind speziell auf die Bedürfnisse lebensverkürzend erkrankter Kinder ausgerichtet.

Im Mittelpunkt der stationären Hospizversorgung steht das schwerstkranke Kind mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen sowie seine An- und Zugehörigen. Eine ganzheitliche Pflege und Versorgung wird durch haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes in Zusammenarbeit mit palliativmedizinisch erfahrenen (Haus-)Ärztinnen und Ärzten gewährleistet.

Häufig bieten Kinderhospize auch Angebote für die Geschwister des schwerkranken Kindes an.

Voraussetzung für die Aufnahme in ein Hospiz ist zuallererst die Bereitschaft der schwerkranken oder sterbenden Person.

Die vorliegende schwere, unheilbare und weit fortgeschrittene Erkrankung muss die Lebenserwartung akut begrenzen.

Es gibt

  • keine Möglichkeit der kurativen (auf Heilung ausgerichteten) Therapie,
  • keine Möglichkeit zur häuslichen Pflege und Begleitung (z. B. durch ambulante Hospizdienste und spezialisierte Palliativpflegedienste),
  • eine Bescheinigung durch die Ärztin oder den Arzt, die oder der die Aufnahme des Menschen medizinisch begründet und bescheinigt.

Die Leistungen ambulanter Hospizdienste sind für die Betroffenen kostenfrei.

Die Kosten für den Aufenthalt in einem stationären Hospiz werden von der gesetzlichen Kranken- bzw. Pflegekasse und durch das Hospiz bzw. den Träger des Hospizes z.B. durch Spenden übernommen.

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